Protokoll

Workshop für Sportleiter in Bamberg am 4. Mai 2002

 

Zeit:                            10:00 Uhr bis 16:15 Uhr

Ort:                             Clubheim des 1. MBC Bamberg

Anwesend:                                       
Borst, Joachim, SYWC Schweinfurt
Fick, Heinz, 1. MBC Obertheres
Streit, Egon, 1. MBC Obertheres
Groß, Günther, 1. WSC Fürth
Fiebig, Klaus, 1. WSC Fürth
Markgraf, Georg, YC Eltmann
Narr, Rainer, 1. MBC Bamberg
Fuchs, Franz, 1. MBC Bamberg
Sonnleitner, Reinhold, MYC Passau
Böhm, Mark, 1. WSC Würzburg
Beger, Björn, 1. WSC Würzburg

Leiter des Workshops:
Sonnleitner Reinhold

1.    Welche Leistungen bietet die neue Sportversicherung des BLSV

Reiner Sonnleitner berichtet über ein Gespräch mit Herrn Ullrich vom BLSV mit dem Ergebnis, dass der Motorsport wohl bei der neuen Sportversicherung „vergessen“ wurde. Fakt sei, dass Risiken aus der Club- und Landesmeisterschaft über die neue Sportversicherung des BLSV nicht abgedeckt sind.

Klaus Fiebig berichtet, dass der 1. WSC Fürth seine Veranstaltungen über die Versicherung des ADAC versichert.

Mark Böhm stellt insbesondere die Notwendigkeit und Klarheit des Versicherungsschutzes für die Leistungszentren Würzburg, Bamberg und Passau heraus.

Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, dass folgende Punkte – auch unter Berücksichtigung der 8-Jährigen-Grenze - durch den Landessportwart des BMYV zu klären sind:

  • Welche Risiken sind im Rahmen der BLSV-Sportversicherung abgedeckt?
  • Welche Risiken sind über den DMYV im Rahmen der Landes- und Clubmeisterschaft abgedeckt?
  • Welche Risiken sind durch die für die Verbandsboote abgeschlossenen Versicherungen abgedeckt? Sind diese Stützpunkt bezogen? Was passiert, wenn die Boote an andere BMYV-Vereine weitergegeben/ausgeliehen werden?

Für individuell genutzte Vereinsboote wurde festgestellt, dass der jeweilige Verein sich selbst um die Versicherung der jeweiligen Risiken zu kümmern hat.

Allgemein gilt, dass bei Veranstaltungen bezüglich der BLSV-Sportversicherung eine Abklärung mit dem BLSV notwendig ist.

 

 

 

2.      Sport und Gesundheit im Verein

Planung, Organisation und Durchführung von „Sportkursen im Verein“

Reiner Sonnleitner übergibt hierzu die Kopie einer Information des Vereins Service Büros des BLSV, die diesem Protokoll beiliegt.

Sport nach 1

Hier handelt es sich nach Information von Reiner Sonnleitner um eine Aktion des Kultusministeriums von Bayern.

Detaillierte Informationen zu diesem Programm, dass Zuschüsse für den durchführenden Verein vorsieht, sind unter der Internetadresse www.laspo.de/Schule+Verein/index.htm abrufbar.

Soweit Übungsleiter vorgesehen sind, können dies auch die Sportlehrer der jeweiligen Schule sein.

Zur Frage wie man einen Übungsleiterschein in der Disziplin Wasserski erreichen kann teilt Reiner Sonnleitner mit, dass ein Übungsleiter Wasserski bisher im BLSV nicht vorgesehen ist und empfiehlt Vereinen, die einen Übungsleiter in ihren Reihen haben wollen den Übungsleiter/Trainer allgemein.

Gemeinnützigkeit

Im Rahmen der Diskussion kam auch die Frage der Gemeinnützigkeit zur Sprache. Heinz Fick beklagt, dass die Leistungstabelle des DMYV nur für gemeinnützige Vereine gilt und schlägt vor, dass im Länderrat die Ungleichbehandlung von gemeinnützigen Vereinen und Vereinen, die nicht als gemeinnützig anerkannt sind diskutiert wird. Heinz Fick berichtet in diesem Zusammenhang von einem Briefwechsel mit Präsident Röcker, der lapidar ohne weitere Begründung durch den Steuerberater des DMYV damit beendet wurde, dass eben die Leistungstabelle nur für gemeinnützige Vereine gilt.

Klaus Fiebig schlägt vor, dass von Verbandsseite eine Steuerseminar, insbesondere auch über die Möglichkeit der Rücklagenbildung durchgeführt wird.

3.      und 4. Funktionelle Sportgymnastik / Vorbereitung und Aufwärmen vor Sportaktivitäten

Reiner Sonnleitner berichtet über die Fortentwicklung der Gymnastik in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Heute betreibe man in erster Linie eine Gymnastik, die an Gesichtspunkten der Anatomie und der funktionellen Bewegungslehre ausgerichtet sei. Es sei ein Wandel von der aggressiven Skigymnastik zur funktionellen Sportgymnastik eingetreten.

Heinz Fick meinte, dass es zweckmäßig wäre ein entsprechendes Video an die Teilnehmer zu versenden.

An den praktischen Übungen (Stretching und Callanetics) zu Musik beteiligten sich zusammen mit Reiner Sonnleitner 5 Teilnehmer.

5.      Erarbeiten neuer Wettbewerbe mit Booten

Reiner Sonnleitner übergibt zu diesem Tagesordnungspunkt die Ausarbeitung zu einer Gaudi- und Geschicklichkeitsfahrt auf der Donau, erstellt vom BSV Vilshofen.

Die Diskussion dieses Modells ergab, dass die Bezeichnung „Gaudi“ gestrichen werden sollte, da im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit der sportliche Charakter der Veranstaltung im Vordergrund stehen muss und nicht die Geselligkeit.

Es wurde sodann diskutiert, ob es zweckmäßig sei, wenn solche Veranstaltungen vom BMYV durchgeführt werden sollen, oder ob diese Veranstaltungen vom BMYV losgelöst sein sollten.

Klaus Fiebig meinte, der BMYV sollte schon immer eingebunden sein.

 

 

 

Neben dem Vilshofener Modell wurden noch weitere Vorschläge diskutiert, so unter anderem

-          Einführung einer „offenen Klasse“ im Rahmen des Jugendpokals. Mark Böhm hat hier an ein Yamaha-Jet-Boot gedacht, ggf. auch als Ersatz für die MS 11.

-          Mark Böhm berichtete sodann auch über die im Rahmen des Deutschen Jugendpokals 2002 in Würzburg vorgesehenen Wettbewerbe und Events wie Tischtennis, Torwandschiessen, Erlebnispark, Beschäftigung einer Kindergärtnerin usw.

-          Reiner Sonnleitner stellte einen „Wasserski-Triathlon“ bestehend aus Wasserski, Laufen/Schwimmen und/oder Fahrradfahren zur Diskussion

-          Reiner Sonnleitner berichtete auch über eine Geschicklichkeitsfahrt/Gleichmäßigkeitsfahrt, wie sie in Bratislava durchgeführt wird

-          Mark Böhm stellte fest, dass die „Jugend“ über 25 Jahren kein Interesse am Bootssport zeigt und man versuchen müsse diese zufrieden zu stellen. Was kann getan werden? Z.B. könne man bei Jugendveranstaltungen einen sog. (aggressiver) Kummerkasten/Anregungsbox installieren. Gedacht sei an einen Fragebogen: Was und welche Klasse ist beim motorisierten Wassersport  interessant.

6.      Verschiedenes

Terminüberschneidungen

Dieser Punkt wurde auf Grund der Erfahrungen des vergangenen Jahres aber auch der Terminliste 2002 heftig diskutiert.

Mark Böhm schlug eine Terminbörse/Terminliste vor.

Franz Fuchs berichtete, dass die Terminabfragen, beginnend mit dem Weihnachtsrundschreiben, vom BMYV laufend bei den Vereinen vorgenommen werden. Die sich daraus ergebende Terminliste werde laufend den Vereinen und der Fachpresse, auch über Internet, zugänglich gemacht. Problem sei, dass häufig die Termine nicht mitgeteilt werden oder zu spät festgelegt werden. Franz Fuchs schlägt deshalb vor, dass Vereine, deren Veranstaltungen in der Vergangenheit kollidierten sich untereinander absprechen.

Alle waren jedoch der Meinung, dass Verbandsveranstaltungen grundsätzlich Vorrang haben, da sie sehr früh terminmäßig festgelegt werden.

Landesmeisterschaft in Bayern

Hier wurde von den Teilnehmern der Wunsch geäußert, dass der Termin Ende Juli oder besser allgemein eine Woche vor Ferienbeginn festgelegt werden solle. Dies würde auch eine bessere Durchführung der Clubmeisterschaften ermöglichen.

Teilnehmerzahlen

Die zum Teil unerfreulich geringen Teilnehmerzahlen lassen sich nicht allein durch die Werbung über die Verbandsrundschreiben beheben. Hier ist es nach allgemeiner Auffassung erforderlich, dass eine persönliche Ansprache (Telefon) erfolgt.

Die nächste Sportleitertagung sollte im Rahmen der Landesmeisterschaft in Bamberg unkonventionell mit den dann dort vertretenen Sportleitern/Clubs durchgeführt werden.

Ende der Sitzung: 16:15 Uhr

Protokoll erstellt am:            13.05.2002

 

 

Franz Fuchs                                       Reinhold Sonnleitner

Protokollführer                                    Landessportleiter